Begleitung durch den Tag: Ein Gebet für den Morgen

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Die Nacht endet. Die Sonne kündigt sich an. Der Tag beginnt. Ein neuer Tag voller wunderbarer Dinge, auf die wir uns freuen dürfen. Ein Tag mit Dingen, die wir uns vielleicht nicht unbedingt gewünscht haben, die aber bewältigt werden wollen. Ein neuer Tag voller Leben kündigt sich an.

Wir sind begleitet durch den Tag mit seinen Höhen und Tiefen. Ich möchte ein Gebet veröffentlichen, welches mir in diesen Tagen in den Sinn kam:

Herr, ein neuer Tag beginnt. Begleite mich, lass dich mich begleiten.
Herr, sei bei mir an diesem Tag, lass deine Gegenwart mich durchdringen.
Herr, segne meine Gedanken, damit ich deinem Wort folgen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich die Schönheit dieses Tages sehen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich dich in meinen Mitmenschen erkenne.
Herr, segne meine Ohren, damit ich deinem Wort lauschen kann.
Herr, segne meine Ohren, damit ich offen für meine Mitmenschen bin.
Herr, segne meinen Mund, damit ich dein Wort verkünden kann.
Herr, segne meinen Mund, damit meine Worte von deiner Botschaft getragen sind.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm deine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Mitmenschen aufnehmen kann.
Herr, segne meine Hände, damit ich dein Werk vollbringen kann.
Herr, segne meine Hände, damit mein Werk von deiner Botschaft getragen ist.
Herr, segne meine Füße, damit ich die Kraft deiner Schöpfung spüren kann.
Herr, segne meine Füße, damit ich bedacht meine Schritte gehe.
Herr, segne meine Füße, damit ich auf andere zugehen kann.
Begleite mich und alle, die mit mir verbunden sind, durch diesen von dir geschenkten Tag.

Amen.

Das institutionalisierte Leben

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In der menschlichen Entwicklung hat sich die Institutionalisierung der verschiedensten Dinge herausgebildet. Um das Zusammenleben im sozialen Gefüge zu organisieren, ist es sinnvoll, sozialen Umgang, soziale Gegebenheiten und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu instiutionalisieren. Gleich welcher Bereich des menschlichen Lebens betrachtet wird, es findet sich eine mehrheitlich im Diskurs erworbene oder durch gesellschaftliche Definitionsprozesse gebildete Institution.

In der Form unseres Zusammenlebens begegnen wir bspw. der Familie, welche die kleinste Einheit unserer sozialen Struktur ist. Eine Familie tritt als Einheit nach außen auf, als heutiges Merkmal mag man neben dem sichtbaren Zusammenleben von Eltern und Kindern zugleich den Nachnamen sehen können, durch welche diese identifiziert werden kann. Eine Familie definiert sich als Einheit in der eigenen Verwandschaft, in der Nachbarschaft und in der Ortsgemeinschaft, in welcher sie ihr Zuhause hat. Zugleich wird die Familie von anderen  – selbst Institutionen – als eine solche definiert, bspw. vom Staat als soziale Einheit in unterschiedlichen Kontexten. Diese Eigen- und Fremdinsitutionalisierung lässt die Familie als Instrument im Umgang jeglicher Art greifbar, verwertbar und bewertbar machen. Sie wir damit Teil eines Systems, welches sich im Laufe verschiedener Prozesse definiert und definieren lässt. Dieses Instrument formt und stabilisiert das System, in welchem es sich befindet, ebenso formt und stabilisiert das System das Instrument.

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Warum es sich zu Glauben lohnt

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Es ist schwieriger geworden, sich zu einem Glauben bekennen zu können. Es ist schwieriger geworden, an etwas zu glauben.

Nein, damit meine ich nicht oberflächlichen Glauben an Alltagsdinge. Daran, dass uns etwas gelingt, dass wir ein schönes Wochenende haben, dass wir eine schöne Feier haben werden. Das ist eine erste Stufe des Glaubens, die wir aber noch vertiefen können. Wir können glauben, dass es etwas tieferes gibt, was all diesen Dingen, die unseren Alltag füllen, immanent ist.

Die Welt ist oberflächlicher geworden und wird es weiter, weil sie auch komplexer wird. Uns umgeben immer mehr Möglichkeiten und Herausforderungen. Kaum ein Lebensbereich, in welchem wir nicht vielfältigen Möglichkeiten und Versuchungen unterliegen, die jeweils für sich behaupten, die richtigen zu sein. Wir fühlen uns verunsichert. Ob im Berufs- oder Familienleben, in persönlichen oder gesellschaftlichen Fragestellungen: Immer neue Modelle und Theorien suggerieren uns, einen bestimmen Weg einschlagen zu müssen.

Wir können uns darin verlieren.
Oder uns darin festigen.

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