Sinnvolle Ästhetik: Sinnliche Erfahrungen deuten

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Im alltäglichen Sprachgebrauch verwenden wir die Bezeichnungen, etwas sei „ästhetisch“ oder „schön“ zumeist synonym. Dabei beschreibt die „Ästhetik“ auch über lange Zeit hinweg die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit. Vor allem in der Natur und Kunst sprechen wir von Ästhetik, wenn wir etwas als schön und ansprechend empfinden.

Doch geht die originäre Bedeutung des Begriffes Ästhetik noch weiter. Aus dem Griechischen meint Ästhetik die Lehre von der Wahrnehmung und dem sinnlichen Anschauen. Mit unseren Sinnen nehmen wir unsere Umwelt wahr: Zumeist sehen, hören und riechen wir sie. Für ein tieferes empfinden können wir sie auch fühlen und schmecken. Wenn wir sie durch Berührung fühlen und Verkostung schmecken, so sind wir in unserer Wahrnehmung schon einen Schritt weiter: Wenn uns eine Speise durch Betrachtung und Geruch schon anspricht, so ist der Geschmack unsere letzte Prüfung welche sie bestehen muss, bevor sie es würdig ist, in uns aufgenommen zu werden.

Speisen können so zu einer sinnlichen Erfahrung werden. Wir nehmen etwas sinnlich wahr und erachten es als sinnvoll, also in Resonanz zu unserer Intention oder Motivation. Die Ästhetik mag zu einer „Lehre des Schönen“ gekommen sein, da der Mensch sich auf das Schöne zu fokussieren vermag. Doch gehen wir einen Schritt vor: Die Wahrnehmung mit allen Sinnen beinhaltet die Wahrnehmung aller Dinge, auch Dinge, die wir als nicht schön empfinden. Vielleicht sind sie für uns hässlich oder fürchterlich? Schulen wir unsere Achtsamkeit: Unsere Sinne nehmen etwas auf. Welche Empfindungen regen sich? Was vermittelt unser Körper?

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Warum es sich zu Glauben lohnt

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Es ist schwieriger geworden, sich zu einem Glauben bekennen zu können. Es ist schwieriger geworden, an etwas zu glauben.

Nein, damit meine ich nicht oberflächlichen Glauben an Alltagsdinge. Daran, dass uns etwas gelingt, dass wir ein schönes Wochenende haben, dass wir eine schöne Feier haben werden. Das ist eine erste Stufe des Glaubens, die wir aber noch vertiefen können. Wir können glauben, dass es etwas tieferes gibt, was all diesen Dingen, die unseren Alltag füllen, immanent ist.

Die Welt ist oberflächlicher geworden und wird es weiter, weil sie auch komplexer wird. Uns umgeben immer mehr Möglichkeiten und Herausforderungen. Kaum ein Lebensbereich, in welchem wir nicht vielfältigen Möglichkeiten und Versuchungen unterliegen, die jeweils für sich behaupten, die richtigen zu sein. Wir fühlen uns verunsichert. Ob im Berufs- oder Familienleben, in persönlichen oder gesellschaftlichen Fragestellungen: Immer neue Modelle und Theorien suggerieren uns, einen bestimmen Weg einschlagen zu müssen.

Wir können uns darin verlieren.
Oder uns darin festigen.

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Christlicher Glaube und die Sache mit der Achtsamkeit

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In den letzten Jahrzehnten haben fernöstliche Betrachtungsweisen und spirituelle Strömungen einen wahren Boom in der “westlichen” Welt erlebt. Yoga ist uns allen seit vielen Jahren bekannt und gehört mittlerweile als Normalität zum Alltag. Für jeden interessierten Menschen ist es als private Übungsstunde oder offener Kurs erlebbar und als Ausbildung bei Privatlehrern oder an Ausbildungsinsitituten erlernbar. Buddhistische Lebens- und Betrachtungsweisen erfahren in unserer Kultur eine ebenso immer größere Beliebtheit. Viele uns begegnende Kalendersprüche, Alltagsweisheiten und Zitate finden ihren Ursprung bei buddhistischen Persönlichkeiten oder Vertretern des Buddhismus aus unserer Gesellschaft. Besuche des Dalai Lama aktivieren viele Menschen, Prominente und Politiker nehmen Termine mit ihm wahr und sind beeindruckt von seiner Haltung und ruhigen Präsenz.

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