Stärken. Eine Sichtweise auf unsere Eigenschaften.

“Stärken”. “Schwächen”. Zwei Wörter, mit denen wir in unserer Kultur hier und da Schwierigkeiten haben.

In der Persönlichkeitsentwicklung gibt es den Satz: “Stärken stärken und Schwächen schwächen” oder “Schwächen in Stärken verwandeln”. Auch bekannt ist diese Situation: Das klassische Bewerbungsgespräch mit der Bitte des Personalers an den Bewerber, seine drei Stärken und drei Schwächen aufzuzählen. Puuh, eine schwierige Frage. Kann doch jede Antwort falsch sein. Und denken wir doch erst an den Alltag: Wer von seinen Stärken erzählt, mag schnell egoistisch oder arrogant wirken. Wer von seinen Schwächen berichtet, kann voreilig als schwach hingestellt werden. Ja, was ist denn nun richtig? Wie verhalten wir uns denn mit Stärken?

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Über Sprache und Verantwortung

 

Wer spricht? – Auf wen hören wir?

 

Wir leben in teils populistischen Zeiten, zumindest wenn wir viele gesellschaftliche wie politische Themen verfolgen. Da werden Inhalte verkürzt dargestellt, da werden Sachverhalte auf ein wirksames, weil nach Aufmerksamkeit heischendes, Minimum zugespitzt, da werden vermeintliche Gegner mit Argumenten aus dem Ring gedrängt, um den eigenen, nicht immer haltbaren Argumenten mehr Raum geben zu können.

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Entscheidungen

Wie viele Entscheidungen treffen wir am Tag? Es sind einige Tausend. Wir treffen Entscheidungen emotional, rational oder zufällig. Die meisten treffen wir automatisch, unbewusst. Nur wenige unserer eigentlichen Entscheidungen bedürfen einem Prozess, der uns bewusst beschäftigt.

Die meisten Entscheidungen fallen uns leicht. Das sind die, welche automatisch unbewusst ablaufen. Wir denken an sich gar nicht darüber nach, weil unser Gehirn eine Entscheidung “für uns” innerhalb kürzester Zeit fällt. Dazu greif es auf gelernte Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück: Welche Strecke wähle ich, um zu einem bestimmten Ort zu kommen? Welche Dinge benötige ich, wenn ich frühstücken möchte?

Die Dinge des täglichen Ablaufes stellen uns vor keine größeren Entscheidungen. Wir wählen aus Handlungsalternativen, die uns zu einem Ziel führen sollen anhand unseres Informationsgrades. Je häufiger wir ein Ziel verfolgt haben, z. B. den Weg zu einem Ort gewählt oder Zutaten für unser Frühstück ausgesucht, desto routinierter werden wir im Umgang mit unseren Entscheidungen. Uns sind die Vor- und Nachteile unserer Handlungsalternativen bekannt – unser Informationsgrad wächst also mit dem Lernen. Wenn routinierte Entscheidungen einmal nicht zum Ziel führen – vielleicht stoßen wir auf einer Strecke eines Tages auf eine Baustelle – so reflektieren wir den Entscheidungsprozess, bewerten ihn neu und wählen eine andere Alternative. Unser Informationsgrad ist gewachsen. Im Falle einer Baustelle erhalten wir gar in Form einer ausgeschilderten Umleitung eine Entscheidungshilfe.

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