Stärken. Eine Sichtweise auf unsere Eigenschaften.

„Stärken“. „Schwächen“. Zwei Wörter, mit denen wir in unserer Kultur hier und da Schwierigkeiten haben.

In der Persönlichkeitsentwicklung gibt es den Satz: „Stärken stärken und Schwächen schwächen“ oder „Schwächen in Stärken verwandeln“. Auch bekannt ist diese Situation: Das klassische Bewerbungsgespräch mit der Bitte des Personalers an den Bewerber, seine drei Stärken und drei Schwächen aufzuzählen. Sicherlicht für die meisten Menschen eine schwierige Frage. Kann doch jede Antwort falsch sein. Und denken wir doch erst an den Alltag: Wer von seinen Stärken erzählt, mag schnell egoistisch oder arrogant wirken. Wer von seinen Schwächen berichtet, vermag voreilig als schwach eingeschätzt werden. Welcher Weg ist hilfreich? Wie verhalten wir uns denn mit Stärken?

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Arbeit als sinnstiftende Ressource für den Menschen

In unserer Gesellschaft sind die Bedingungen für die Menschen, einer sinn- und wertstiftenden Arbeit nachgehen zu können, so gut wie nie. Vielleicht auf den ersten Blick? In Deutschland sind so viele Menschen in Arbeit wie nie zuvor, es gibt unzählige Möglichkeiten, sich beruflich zu verändern und zu qualifizieren. Es ist heute kein Problem mehr, sich gänzlich neu zu orientieren und Arbeitgeber möglichst nach den eigenen Vorstellungen auszusuchen. Neue Managementmodelle verheißen eine wertvollere Gestaltung unserer Arbeitswelt.

Andererseits steht die Arbeitswelt vor Veränderungen, die nach Meinung einiger Studien die gravierendsten Veränderungen seit der industriellen Revolution bedeuten. Viele Arbeitsverhältnisse, auch in früher sicheren Bereichen, sind weitestgehend befristet und bieten auch qualifizierten Arbeitnehmern keine ausreichende Sicherheit mehr. Branchen geraten aufgrund nicht nachhaltiger Entscheidungen in kritische Verwerfungen, die zu existenziellen Problemen für die Arbeitnehmer führen. Immer wieder ist zu hören, dass sich Arbeitnehmer nicht mehr mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können und psychische Erkrankungen mehr und mehr zunehmen.

Wie kann Arbeit dennoch als sinnvoll erachtet werden? Wenn die Tätigkeiten eines Büroangestellten dazu führen, dass der organisatorische Ablauf einer Bestellung erfolgreich ist, war sein Wirken sinnvoll. Wenn ein Programmierer sich darum kümmert, dass der Roboter ein Werkstück nach den Vorgaben fertigt, waren seine Einstellungen sinnvoll. Dennoch erleben wir eine „Entgrenzung“ von Arbeit.

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Wofür Beratung und Coaching?

Veränderung und Entwicklung sind im Leben unser ständiger Begleiter. Unsere Umwelt verändert sich, wir uns mit ihr und durch sie. Wir Menschen sind keinesfalls statische Wesen.

Oft wird die Frage gestellt, welchen Nutzen Beratung und Coaching einer Person ermöglichen. Nun, im Grunde liegt hier schon der wesentliche Ansatz: Der Berater und/oder Coach unterstützt den Ratsuchenden, Klienten oder Coachee in seinem Anliegen. Dieses Anliegen muss der Ratsuchende selbst formulieren können. Möglicherweise ist es noch etwas unklar und im Erstgespräch mit dem Berater und Coach kann es unter verschiedenen Blickwinkeln konkretisiert werden. Vielleicht gibt es auch ein Anliegen hinter dem Anliegen, welches der Ratsuchende mit neutraler Unterstützung im Dialog erkennt. Zwar sind Beratung und Coaching in ihrer Profession etwas different, dem Berater und Coach kommt jedoch in beiden Formen eine Funktion als „Entscheidungshebamme“ zu: Er unterstützt durch Methoden, Wissen, Erfahrung und einem guten Gespür den Ratsuchenden in seinem Anliegen. So hilft er im Erstgespräch mit, den wesentlichen Auftrag zu entwickeln und begleitet den Ratsuchenden dann bis zur „Geburt“, dem Ende des Prozesses.

So wie wir uns in vielen Lebensbereichen Unterstützung suchen, können Beratung und Coaching bei Fragestellungen, Unklarheit oder Wünschen helfen. Es kann unterstützen, Ressourcen zu aktivieren, zu stärken oder zu ordnen, welche zur Lösung eines Anliegens notwendig und somit für unsere Entwicklung wesentlich sind.

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