Über das Selbst

„Ich kenne mich.“ Oder: „Du kennst mich am besten.“ Oder: „Du kennst mich doch gar nicht!“ – Sätze, die jeder von uns schon einmal gesagt haben dürfte. Doch wie gut kennen wir uns wirklich? Und inwiefern können uns andere kennen? Was braucht es, um sich selbst und jemand anderen wirklich zu kennen?

 

Zentral ist die eigene Perspektive auf sich selbst: „Wer bin ich?“ – Das ist unser Selbstbild. Die Umwelt kann helfen, dieses Bild zu entwickeln, zu vervollständigen, eine differente Betrachtung zu ermöglichen. Mit einer anderen Perspektive – möglicherweise wie ein Puzzle. Und: Unsere Sicht auf uns selbst, unser Selbstbild, interagiert auch immer mit unserem Bild von anderen.

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Ich bin okay, du bist okay

Eric Berne hat mit der Transaktionsanalyse (TA) ein Instrument geschaffen, welches es uns auf einfache Art ermöglicht, uns und andere und uns in Interaktion mit anderen besser zu verstehen. Eine auf gleicher Ebene stattfindende Interaktion, auf „Augenhöhe“, folgt der Prämisse „Ich bin okay, du bist okay“. Ein Gefälle kann mit den verschiedenen Zuständen der TA gut dargestellt werden.

 

Einerseits lassen sich mit ihr als Persönlichkeitskonzept die inneren Prozesse eines Menschen verstehen, andererseits als Gruppenkonzept die Interaktionsprozesse unter Gruppenmitgliedern beschreiben. So wie in uns verschiedene Prozesse ablaufen, so spiegeln sich diese inneren Verfahren ebenso im Kontext mit anderen wieder, sie werden sozusagen nach außen getragen und am Du sichtbar. Diese inneren wie äußeren Interaktions- und Kommunikationsprozesse werden Transaktionen genannt.

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Sinnvolle Ästhetik: Sinnliche Erfahrungen deuten

Im alltäglichen Sprachgebrauch verwenden wir die Bezeichnungen, etwas sei „ästhetisch“ oder „schön“, zumeist synonym. Dabei beschreibt die „Ästhetik“ auch über lange Zeit hinweg die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit. Vor allem in der Natur und Kunst sprechen wir von Ästhetik, wenn wir etwas als schön und ansprechend empfinden.

Doch geht die originäre Bedeutung des Begriffes Ästhetik noch weiter. Aus dem Griechischen meint Ästhetik die Lehre von der Wahrnehmung und dem sinnlichen Anschauen. Mit unseren Sinnen nehmen wir unsere Umwelt wahr: Zumeist sehen, hören und riechen wir sie. Für ein tieferes empfinden können wir sie auch fühlen und schmecken. Wenn wir sie durch Berührung fühlen und Verkostung schmecken, so sind wir in unserer Wahrnehmung schon einen Schritt weiter: Wenn uns eine Speise durch Betrachtung und Geruch schon anspricht, so ist der Geschmack unsere letzte Prüfung, welche sie bestehen muss, bevor sie es würdig ist, in uns aufgenommen zu werden.

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