Ist individuell „gutes Leben“ vergleichbar?

Was ist ein qualitativ gutes Leben? Jeder Mensch würde eine solche an ihn gerichtete Frage unterschiedlich beantworten, an unterschiedlichen Kriterien festmachen und diese auch unterschiedlich gewichten: Wir alle bewerten unser Leben aus persönlichen Erfahrungen, unserer Einstellung und Empfindung darüber.

Und so ist eine Antwort auf diese Frage auch eines: höchst individuell. Doch wie lässt sich diese Frage mit ihren Antworten skalierbar oder vergleichbar machen? Eine Möglichkeit mögen dabei die Lebensbereiche sein, welche im Ansatz der sinn- und werteorientierten Lebensgestaltung eine zentrale Rolle spielen.

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Entscheidungen

Wie viele Entscheidungen treffen wir am Tag? Es sind einige Tausend. Wir treffen Entscheidungen emotional, rational oder zufällig. Die meisten treffen wir automatisch, unbewusst. Nur wenige unserer eigentlichen Entscheidungen bedürfen einem Prozess, der uns bewusst beschäftigt.

Viele Entscheidungen fallen uns leicht, wenn wir bewusst abzuwägen haben. Über einige müssen wir nicht lange nachdenken, wenn unser Gehirn eine Entscheidung „für uns“ innerhalb kürzester Zeit fällt. Dazu greift es auf gelernte Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück: Welche Strecke wähle ich, um zu einem bestimmten Ort zu kommen? Welche Dinge benötige ich, wenn ich frühstücken möchte?

Die Dinge des täglichen Ablaufes stellen uns vor keine größeren Entscheidungen. Wir wählen aus Handlungsalternativen, die uns zu einem Ziel führen sollen anhand unseres Informationsgrades. Je häufiger wir ein Ziel verfolgt haben, z. B. den Weg zu einem Ort gewählt oder Zutaten für unser Frühstück ausgesucht, desto routinierter werden wir im Umgang mit unseren Entscheidungen. Uns sind die Vor- und Nachteile unserer Handlungsalternativen bekannt – unser Informationsgrad wächst also mit dem Lernen. Wenn routinierte Entscheidungen einmal nicht zum Ziel führen – vielleicht stoßen wir auf einer Strecke eines Tages auf eine Baustelle – so reflektieren wir den Entscheidungsprozess, bewerten ihn neu und wählen eine andere Alternative. Unser Informationsgrad ist gewachsen. Im Falle einer Baustelle erhalten wir gar in Form einer ausgeschilderten Umleitung eine Entscheidungshilfe.

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Von Glück und Zufriedenheit, von Erfüllung und Dankbarkeit.

Die Suche nach dem glücklichen Leben

Gönnen wir uns ein glückliches Leben! Diesem Mantra können wir vermeintlich nicht mehr ausweichen. In einer Gesellschaft, welche zu den stabilsten und wirtschaftlich erfolgreichsten der Welt gehört, ist die persönliche Glückserfüllung doch fast uneingeschränkt möglich.

Anscheinend sind wir aber sehr unglücklich. Die Bestsellerlisten sind regelmäßig mit mindestens drei Ratgebern für ein glückliches Leben angeführt. Jedes Jahr mehren sich die Studien, nach welchen besonders die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unglücklich in ihrem Beruf seien. Da die Arbeit für uns einen wesentlichen Stellenwert im Leben hat, müsste sich nach dem Prinzip der Work-Life-Balance unser Privatleben umso besser anfühlen müssen, damit viele Menschen nicht krank werden.

Seit vielen Jahren nimmt die Zahl der psychisch erkrankten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unentwegt zu. In Verbindung kann das damit stehen, dass sich nur noch 15-25 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihrem Beruf identifizieren können.

So mag sich wirklich ein düsteres Bild abzeichnen. Was ist mit uns los? Wir haben unzählige Ressourcen, uns ein glückliches Leben zu schaffen. Warum empfinden sich Menschen in ärmeren, weniger entwickelten Ländern oftmals glücklicher als wir?

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Stärken. Eine Sichtweise auf unsere Eigenschaften.

„Stärken“. „Schwächen“. Zwei Wörter, mit denen wir in unserer Kultur hier und da Schwierigkeiten haben.

In der Persönlichkeitsentwicklung gibt es den Satz: „Stärken stärken und Schwächen schwächen“ oder „Schwächen in Stärken verwandeln“. Auch bekannt ist diese Situation: Das klassische Bewerbungsgespräch mit der Bitte des Personalers an den Bewerber, seine drei Stärken und drei Schwächen aufzuzählen. Sicherlicht für die meisten Menschen eine schwierige Frage. Kann doch jede Antwort falsch sein. Und denken wir doch erst an den Alltag: Wer von seinen Stärken erzählt, mag schnell egoistisch oder arrogant wirken. Wer von seinen Schwächen berichtet, vermag voreilig als schwach eingeschätzt werden. Welcher Weg ist hilfreich? Wie verhalten wir uns denn mit Stärken?

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Über die Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist eine Art des Seins, bei der man in Kontakt ist mit den Dingen, wie sie im gegenwärtigen Augenblick sind. Sie stellt sich ein, als Bewusstheit, die sich durch gerichtete, nicht wertende Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Augenblick auszeichnet. Achtsamkeit ist keine Technik, vielmehr eine Art des Seins. Sie schließt Geist und Herz mit ein.

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Über das Selbst

„Ich kenne mich.“ Oder: „Du kennst mich am besten.“ Oder: „Du kennst mich doch gar nicht!“ – Sätze, die jeder von uns schon einmal gesagt haben dürfte. Doch wie gut kennen wir uns wirklich? Und inwiefern können uns andere kennen? Was braucht es, um sich selbst und jemand anderen wirklich zu kennen?

 

Zentral ist die eigene Perspektive auf sich selbst: „Wer bin ich?“ – Das ist unser Selbstbild. Die Umwelt kann helfen, dieses Bild zu entwickeln, zu vervollständigen, eine differente Betrachtung zu ermöglichen. Mit einer anderen Perspektive – möglicherweise wie ein Puzzle. Und: Unsere Sicht auf uns selbst, unser Selbstbild, interagiert auch immer mit unserem Bild von anderen.

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