Reflektierte Sprache

 

Wer spricht? – Auf wen hören wir?

 

Wir leben in teils populistischen Zeiten, zumindest wenn wir viele gesellschaftliche wie politische Themen verfolgen. Da werden Inhalte verkürzt dargestellt, da werden Sachverhalte auf ein wirksames, weil nach Aufmerksamkeit heischendes, Minimum zugespitzt, da werden vermeintliche Gegner mit Argumenten aus dem Ring gedrängt, um den eigenen, nicht immer haltbaren Argumenten mehr Raum geben zu können.

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Über die Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist eine Art des Seins, bei der man in Kontakt ist mit den Dingen, wie sie im gegenwärtigen Augenblick sind. Sie stellt sich ein, als Bewusstheit, die sich durch gerichtete, nicht wertende Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Augenblick auszeichnet. Achtsamkeit ist keine Technik, vielmehr eine Art des Seins. Sie schließt Geist und Herz mit ein.

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Das Fremde in uns

Verstehen wir „das“ Fremde als das Gegenteil von Heimat, so eignen wir unserem Habitus schon als kleines Kind Formen von Fremdempfinden an. Erst sind Vater und Mutter tatsächliche Heimat. Dann die erweiterte Familie, Nachbarn, Bekanntschaften in Kindergarten und Schule – meist aus Straßen, die Kinder erst spät oder gar nicht erkunden. Sie sind vertrauter als Menschen in der eigenen Nachbarschaft, der eigenen Straße. So erhält Fremde auch eine Dimension von Nah und Fern. Etwas Fremdes ist uns nicht geläufig, nicht vertraut. Obwohl etwas sehr fern ist, können wir es uns aneignen, uns nahbar machen. Ist nicht gar der Mond sehr weit entfernt und jedem von uns ein Leben lang nicht erreichbar, hat jedoch für viele von uns etwas Vertrautes?

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Über das Selbst

„Ich kenne mich.“ – Ein Satz, den jeder von uns schon einmal gesagt haben dürfte. Und er bedeutet so viel: drei einfache, alltägliche Wörter, die aber doch eine tiefe Bedeutung haben, nehmen sie doch auf nichts geringers Bezug als auf uns als Subjekt, als Mensch. „Ich“ und „mich“ nehmen beschreibend direkt Bezug auf uns als Person, „kennen“ verbindet sie: Wir konstruieren mit diesen Wortern unsere Person im Kontakt mit unseren Mitmenschen, unserer Umwelt, aber auch gegenüber uns selbst.

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