Glauben – Einfacher schwieriger.

Es ist schwieriger geworden, sich gläubig bekennen zu können. Es ist schwieriger geworden, an etwas zu glauben. Es ist schwieriger geworden, an etwas glauben zu wollen.

Dabei ist der institutionalisierte Glauben die Herausforderung der Zeit. Spiritualität begegnet uns in unserer individualisierten Welt in vielfältiger Weise. Die Gestaltung eines Glaubens verbunden mit einer Religion ist dabei die Form, die Raum für eine besondere Entwicklung öffnet – positiv wie negativ, weg von wie auch hin zu einem Kern. Doch ist nicht gerade diese Auseinandersetzung ein Keim für einen Glauben, der fester, tiefer und wertvoller werden kann? Kann nicht der, der in der Auseinandersetzung Fragen für sich geklärt hat, auch Antwort geben?

Die Welt ist vermeintlich oberflächlicher, individueller geworden und wird es weiter, weil sie auch komplexer wird. Uns umgeben immer mehr Möglichkeiten und Herausforderungen. Kaum ein Lebensbereich, in welchem wir nicht vielfältigen Möglichkeiten und Versuchungen unterliegen, die jeweils für sich behaupten, die richtigen zu sein. Wir fühlen uns verunsichert. Ob im Berufs- oder Familienleben, in persönlichen oder gesellschaftlichen Fragestellungen: Immer neue Modelle und Theorien suggerieren uns, einen bestimmen Weg einschlagen zu müssen.

Wir können uns darin verlieren.
Oder aber darin festigen.

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Spiritualität und Religiösität in Beratung und Coaching

Spiritualität ist ein sehr persönliches Thema. Jeder Mensch macht eigene, sensible Erfahrungen. Selbst Menschen einer gleichen Glaubensgemeinschaft leben ihren Glauben individuell und erzeugen so eine Vielfalt innerhalb von Gemeinschaften. Da Spiritualität kein Wissen ist, sondern Glauben, ist der respektvolle, wertschätzende Umgang im Miteinander notwendig. Im alltäglichen Miteinander und somit auch in Beratung und Coaching.

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Über die Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist eine Art des Seins, bei der man in Kontakt ist mit den Dingen, wie sie im gegenwärtigen Augenblick sind. Sie stellt sich ein, als Bewusstheit, die sich durch gerichtete, nicht wertende Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Augenblick auszeichnet. Achtsamkeit ist keine Technik, vielmehr eine Art des Seins. Sie schließt Geist und Herz mit ein.

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Begleitung durch den Tag: Ein Gebet für den Morgen

Die Nacht endet. Die Sonne kündigt sich an. Der Tag beginnt. Ein neuer Tag voller wunderbarer Dinge, auf die wir uns freuen dürfen. Ein Tag mit Dingen, die wir uns vielleicht nicht unbedingt gewünscht haben, die aber bewältigt werden wollen. Ein neuer Tag voller Leben kündigt sich an.

Wir sind begleitet durch den Tag mit seinen Höhen und Tiefen. Ich möchte ein Gebet veröffentlichen, welches mir in diesen Tagen in den Sinn kam:

Herr, ein neuer Tag beginnt. Begleite mich, lass dich mich begleiten.
Herr, sei bei mir an diesem Tag, lass deine Gegenwart mich durchdringen.
Herr, segne meine Gedanken, damit ich deinem Wort folgen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich die Schönheit dieses Tages sehen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich dich in meinen Mitmenschen erkenne.
Herr, segne meine Ohren, damit ich deinem Wort lauschen kann.
Herr, segne meine Ohren, damit ich offen für meine Mitmenschen bin.
Herr, segne meinen Mund, damit ich dein Wort verkünden kann.
Herr, segne meinen Mund, damit meine Worte von deiner Botschaft getragen sind.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm deine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Mitmenschen aufnehmen kann.
Herr, segne meine Hände, damit ich dein Werk vollbringen kann.
Herr, segne meine Hände, damit mein Werk von deiner Botschaft getragen ist.
Herr, segne meine Füße, damit ich die Kraft deiner Schöpfung spüren kann.
Herr, segne meine Füße, damit ich bedacht meine Schritte gehe.
Herr, segne meine Füße, damit ich auf andere zugehen kann.
Begleite mich und alle, die mit mir verbunden sind, durch diesen von dir geschenkten Tag.

Amen.