Schritte zur Wirkungsorientierung

Wenn sich eine Organisation hin zur Wirkungsorientierung ausrichten möchte und somit ihre Prozesse, ihr Handeln und Maßnahmen an einer Wirkung orientiert, so steht zu Beginn die Frage: Was soll bewirkt werden?

 

Was ist „Wirkung“?

Eine „Wirkung“ ist ein Ziel, welches durch eine Veränderung bei einer Zielgruppe, den Klienten, Adressaten, Mitgliedern oder Teilnehmern erreicht werden soll. Die Organisation möchte bewirken, dass durch ihre Hilfe und Unterstützung bei der Zielgruppe eine Veränderung bewusst wird und nachhaltig verankert werden kann. Insbesonders im sozialen Bereich ist Ziel der Arbeit oft eine „Hilfe zur Selbsthilfe“. Diese Veränderung kann erreicht werden durch Maßnahmen, Angebote, Dienstleistungen oder Produkte.

 

Was ist „Wirkungsorientierung“?

Wenn die Frage danach, was eine Organisation bewirken möchte, beantwortet ist, so ist deutlich, woran sie sich orientieren kann.
Diese Frage stellt sich auch, wenn ein Verein gegründet oder ein Unternehmen strategisch ausgerichtet wird. Die Motivation findet sich als Vereinszweck in der Satzung, als Leitbild im Unternehmen oder als Ziel in einer Projektbeschreibung. Wenn möglichst genau bekannt ist, was ein gewünschtes Ergebnis ist, so kann eine Organisation mit allen Bereichen und Mitwirkenden darauf hinarbeiten – nicht zuletzt auch mit den Menschen, für welche diese Veränderung geplant ist.

Die Wirkungsorientierung unterliegt dabei einem ständigen Kreislauf. Diese nachfolgenden Schritte helfen bei der Planung, um möglichst alle internen und externen Bedingungen und Einflüsse zu berücksichtigen. Wenn eine Organisation im Handeln zur Wirkung ist, sind diese Schritte immer wieder zu überprüfen.

 

Schritte hin zur Wirkungsorientierung

Dieser Kreislauf führt durch die Überlegungen in der Konzepterarbeitung und begleitet später die Praxis:

1. Was soll bewirkt werden: Welchen Bedarf gibt es, der abgedeckt werden soll? Was ist das Ziel?

2. Wie kann das erreicht werden: Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Welche nicht?

3. Welche externen Einflüsse können auftreten: Was sind die Herausforderungen, um ein Ziel zu erreichen? Wer sollte einbezogen werden?

4. Wie kann die Wirkung analysiert werden: Woran wird deutlich, dass ein Ziel erreicht wird? Wie können Daten erhoben werden? Was ist relevant?

5. Was folgt aus der Analyse: Wie kann Handeln reflektiert und angepasst werden?

6. Wie wird die Wirkung sichtbar: Wie kann über das Erreichte berichtet und informiert werden?

 

Gewinn durch Wirkungsorientierung

Wenn sich eine Organisation diese Fragen kontinuierlich stellt, so richtet sich das Handeln nicht nur auf eine Zielgruppe aus. Sie arbeitet immer wieder an ihrem Selbstverständnis legitimiert sich damit. Das ist wichtig für Mitarbeitende, die sich mit der Organisation und ihrer Arbeit identifizieren und „an einem Strang“ ziehen. Sie bleibt interessant für externe Akteure: die Politik, die ihre Arbeit unterstützen möchte, Spender und Sponsoren, die ihre Ziele wichtig und förderungswürdig finden. Dazu ist es wichtig, Wirken sichtbar zu machten und für diese Akteure transparent zu gestalten.

Wie denken Sie dazu? Wie sind Ihre Erfahrungen?

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