Wirkungsziele für die Organisation bestimmen

Ziele sind notwendig, damit sich eine Organisation auf ihre definierte Wirkung ausrichten kann. Wenn die Frage, was bewirkt werden soll, erarbeitet wurde, stehen anschließend einzelne Ziele im Fokus.

Diese Ziele sollten möglichst genau formuliert sein. Während die Frage, was bewirkt werden soll, eine übergeordnete, leitende Funktion einnimmt und die „Vision“ der Organisation beschreiben kann, so sind davon untergeordnete Ziele abzuleiten. Diese sind Instrument, mit welchem die Vision en detail für die Praxis geplant und kontrolliert werden kann.

Soziale Organisationen verfolgen oftmals einen Zweck, ein Interesse zu vertreten oder eine Problemlage für eine bestimmte Zielgruppe zu beheben. Sie haben ihren Weg grob bestimmt und die Lage der Zielgruppe analysiert.

Beispielsweise kann es Ziel einer Organisation sein, einer Zielgruppe etwas zur Verfügung zu stellen, über was sie aus eigenen Ressourcen heraus nicht verfügen kann. Sie will diese Mittel zur Verfügung stellen und die Zielgruppe aus Hilfe zur Selbsthilfe dazu befähigen, die gewünschten Möglichkeiten zukünftig selbst zu erreichen.

In der praktischen Arbeit sollen Mittel zur Verfügung gestellt, die Zielgruppe soll mit den Mitteln vertraut gemacht und Ressourcen sollen gefördert werden, damit die Gruppe zukünftig selbst in der Lage ist, sich aus eigener Kraft bestimmter Möglichkeiten zu bedienen.

 

Aus der Analyse der Ist-Situation heraus ergeben sich Problemstellungen:

  • „Gruppe xy verfügt nicht über…“
  • „Die Gruppe verfügt über die Mittel, kann sie aber aufgrund gewisser Umstände nicht einsetzen“

Aus dieser Ist-Situation ergeben sich nach einer ersten Umformulierung ins Positive schnell mögliche Ziele als Lösung:

  • „Gruppe xy verfügt über… und kann somit…“,
  • „Die Gruppe verfügt über Mittel und nutzt die gegebenen Umstände so, um die Mittel zielführend einzusetzen.“

 

Diese positiven Soll-Zustände beschreiben nicht zuletzt auch die Wirkung dieser Organisation. In der detaillierten Planung steht die Frage im Mittelpunkt, wie dieses Ziel erreicht werden kann:

  • Über welche Ressourcen verfügt die Zielgruppe bereits?
  • Welche Ressourcen kann die Organisation einbringen?
  • Welche dritten Organisationen und Kooperationspartner können sich einbringen?
  • Welche äußeren Einflüsse müssen berücksichtigt werden?

Wichtig ist dabei, den Soll-Zustand bereits so zu formulieren, als wäre er schon erreicht worden. Diese aktive Formulierung stärkt den Fokus auf die Aufgabe und das praktische Handeln. Eine positive Formulierung, also der Verzicht auf Verneinungen, hat dazu noch eine motivierende Auswirkung auf alle Beteiligten.

 

Die Ziele können anhand der „SMART“-Formel erarbeitet werden. Die Buchstaben stehen dabei für die Eigenschaften spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.

Spezifisch soll das Ziel sein, konkret und möglichst genau formuliert sowie auf Ihre Organisation und/oder Ihre Zielgruppe bezogen.

Ist das Ziel messbar, kann eine qualitative Auswertung erfolgen. Achten Sie dabei auf geeignete und realistisch zu erhebende Daten.

Ein attraktives Ziel regt zum Handeln an. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Zielgruppe und Dritte fühlen sich einbezogen und akzeptieren das gemeinsame Ziel.

Realistisch: Das Ziel ist auch wirklich zu erreichen. Es sollte im Bereich des Möglichen liegen. Vielleicht ist es auch notwendig, das Ziel anzupassen, wenn es tatsächlich nicht realisierbar sein sollte.

Terminiert: Neben der messbaren Komponente kommt noch der zeitliche Faktor hinzu. Es ist nicht immer leicht, einen fixierten Zeitpunkt einzuschätzen. Stattdessen kann ein Zeitraum als Orientierung dienen.

Wie denken Sie dazu? Wie sind Ihre Erfahrungen?

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