Herbst

Welt, dein Kleid wird rasch älter, seine Zeit ist gekommen.
Welt, ein Kleid löst sich auf, eine Zeit, ebenso zerronnen.

Herbst.
Wohlig warm wird es werden, innen, für uns.

Herbst.
Draußen, ungemütlicher, kühler, jedoch: wir bekennen uns.
 

Die Zeit wohliger, gemütlicher, wir ziehen wieder hinein,
enger zusammen, der Körper bedeckter, vielschichtig, wir finden uns ein.

Doch der Herbst sogleich sonnig ist, da, wo wir vermuten nur eine Trist.
Der Herbst ist bunt, vielfältig, raschelnd, golden – eine Jahreszeiten Frist.

Sonne strahlend, auf uns, in die Natur – Farbenspiele das Wasser tragend,
der Morgen, der Abend – Felder, Wiesen und Wälder von Sonne durchdringt.

Die Natur zeigt ihre ganze Pracht – so bunt ward es sonst nie.
Herbst, wir danken dir – zeig uns, unsere Stationen im Leben, wir erfahren sie.

Ernte eingefahren, alles bereitet – der kalten Zeit ihre Spuren vorbreitet.
Wir begrüßen in Erwartung Nebel, Tau und Reif – Bilder für die Ewigkeit.

Herbst der Welt, Herbst des Lebens – keine Zeit vergebens für uns.
Hell und Dunkel – nirgends so zusammen, wie diese Gelegenheiten – rufen uns.

 

Herbst.
Wohlig schaffst du uns eine Zeit, in Gedenken für die Ewigkeit.

Herbst.
Ungemütlich zeigst du uns auf und fragst: Seid ihr bereit?

Welt, dein Kleid macht sich bereit, die Zeit ist gekommen.
Welt, jetzt dich zu entdecken, zu sehen, wie die Natur vollkommen.

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