Stärken. Eine Sichtweise auf unsere Eigenschaften.

„Stärken“. „Schwächen“. Zwei Wörter, mit denen wir in unserer Kultur hier und da Schwierigkeiten haben.

In der Persönlichkeitsentwicklung gibt es den Satz: „Stärken stärken und Schwächen schwächen“ oder „Schwächen in Stärken verwandeln“. Auch bekannt ist diese Situation: Das klassische Bewerbungsgespräch mit der Bitte des Personalers an den Bewerber, seine drei Stärken und drei Schwächen aufzuzählen. Sicherlicht für die meisten Menschen eine schwierige Frage. Kann doch jede Antwort falsch sein. Und denken wir doch erst an den Alltag: Wer von seinen Stärken erzählt, mag schnell egoistisch oder arrogant wirken. Wer von seinen Schwächen berichtet, vermag voreilig als schwach eingeschätzt werden. Welcher Weg ist hilfreich? Wie verhalten wir uns denn mit Stärken?

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Der sinnvolle Impuls, #5

Fläche des Wassers

Fläche des Wassers, Fläche der Weite, unscheinbar,
Fläche des Wassers, Oberfläche der Tiefe, unerreichbar.

Wasser, unser Rohstoff, aus dem Leben entsteht,
Wasser, unsere Quelle, mächtig, der Lebenszyklus geht.

Kraft, die unsere Welt durchströmt, gewaltig,
Urgewalt, die unsere Erde formt, Jahrtausende gestaltet.

Lebendigkeit des Lebens, schenkst Raum für viele Wesen,
Quell, die du bist, lässt aus deiner Lebendigkeit deine Kinder genesen.

Fläche des Wassers, Ebene, Weite, zu schreiten,
Fläche des Wassers, Oberfläche, Tiefe, zu entscheiden.

Strom dieser Welt, Element durch die Sonne erhellt,
Strom der Erde, nicht endender Kreislauf der Welt.

Bäche, Flüsse, Tümpel, Seen, natürlich erschaffen,
Wege dessen, was den blauen Planeten reich werden lässt.

Bedeutendes Elixier, Mythen umwoben, geheimnisvoll,
wichtiges Element, genutzt, geschützt, gebeutelt, hingebungsvoll.

Mächtig brausend, seelenruhig fließend, hinab zum Schoß,
Wasser aus der Tiefe der Welt, empor kommend, werde groß.

Fläche des Wassers, Ebene der Helligkeit, weit, berührbar,
Fläche des Wassers, Tor zur Dunkelheit, tief, unberechenbar.

Arbeit als sinnstiftende Ressource für den Menschen

In unserer Gesellschaft sind die Bedingungen für die Menschen, einer sinn- und wertstiftenden Arbeit nachgehen zu können, so gut wie nie. Vielleicht auf den ersten Blick? In Deutschland sind so viele Menschen in Arbeit wie nie zuvor, es gibt unzählige Möglichkeiten, sich beruflich zu verändern und zu qualifizieren. Es ist heute kein Problem mehr, sich gänzlich neu zu orientieren und Arbeitgeber möglichst nach den eigenen Vorstellungen auszusuchen. Neue Managementmodelle verheißen eine wertvollere Gestaltung unserer Arbeitswelt.

Andererseits steht die Arbeitswelt vor Veränderungen, die nach Meinung einiger Studien die gravierendsten Veränderungen seit der industriellen Revolution bedeuten. Viele Arbeitsverhältnisse, auch in früher sicheren Bereichen, sind weitestgehend befristet und bieten auch qualifizierten Arbeitnehmern keine ausreichende Sicherheit mehr. Branchen geraten aufgrund nicht nachhaltiger Entscheidungen in kritische Verwerfungen, die zu existenziellen Problemen für die Arbeitnehmer führen. Immer wieder ist zu hören, dass sich Arbeitnehmer nicht mehr mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können und psychische Erkrankungen mehr und mehr zunehmen.

Wie kann Arbeit dennoch als sinnvoll erachtet werden? Wenn die Tätigkeiten eines Büroangestellten dazu führen, dass der organisatorische Ablauf einer Bestellung erfolgreich ist, war sein Wirken sinnvoll. Wenn ein Programmierer sich darum kümmert, dass der Roboter ein Werkstück nach den Vorgaben fertigt, waren seine Einstellungen sinnvoll. Dennoch erleben wir eine „Entgrenzung“ von Arbeit.

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