Ist individuell „gutes Leben“ vergleichbar?

Was ist ein qualitativ gutes Leben? Jeder Mensch würde eine solche an ihn gerichtete Frage unterschiedlich beantworten, an unterschiedlichen Kriterien festmachen und diese auch unterschiedlich gewichten: Wir alle bewerten unser Leben aus persönlichen Erfahrungen, unserer Einstellung und Empfindung darüber.

Und so ist eine Antwort auf diese Frage auch eines: höchst individuell. Doch wie lässt sich diese Frage mit ihren Antworten skalierbar oder vergleichbar machen? Eine Möglichkeit mögen dabei die Lebensbereiche sein, welche im Ansatz der sinn- und wertvollen Lebensgestaltung eine zentrale Rolle spielen.

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Glauben – Einfacher schwieriger.

Es ist schwieriger geworden, sich gläubig bekennen zu können. Es ist schwieriger geworden, an etwas zu glauben. Es ist schwieriger geworden, an etwas glauben zu wollen.

Dabei ist der institutionalisierte Glauben die Herausforderung der Zeit. Spiritualität begegnet uns in unserer individualisierten Welt in vielfältiger Weise. Die Gestaltung eines Glaubens verbunden mit einer Religion ist dabei die Form, die Raum für eine besondere Entwicklung öffnet – positiv wie negativ, weg von wie auch hin zu einem Kern. Doch ist nicht gerade diese Auseinandersetzung ein Keim für einen Glauben, der fester, tiefer und wertvoller werden kann? Kann nicht der, der in der Auseinandersetzung Fragen für sich geklärt hat, auch Antwort geben?

Die Welt ist vermeintlich oberflächlicher, individueller geworden und wird es weiter, weil sie auch komplexer wird. Uns umgeben immer mehr Möglichkeiten und Herausforderungen. Kaum ein Lebensbereich, in welchem wir nicht vielfältigen Möglichkeiten und Versuchungen unterliegen, die jeweils für sich behaupten, die richtigen zu sein. Wir fühlen uns verunsichert. Ob im Berufs- oder Familienleben, in persönlichen oder gesellschaftlichen Fragestellungen: Immer neue Modelle und Theorien suggerieren uns, einen bestimmen Weg einschlagen zu müssen.

Wir können uns darin verlieren.
Oder aber darin festigen.

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Spiritualität und Religiösität in Beratung und Coaching

Spiritualität ist ein sehr persönliches Thema. Jeder Mensch macht eigene, sensible Erfahrungen. Selbst Menschen einer gleichen Glaubensgemeinschaft leben ihren Glauben individuell und erzeugen so eine Vielfalt innerhalb von Gemeinschaften. Da Spiritualität kein Wissen ist, sondern Glauben, ist der respektvolle, wertschätzende Umgang im Miteinander notwendig. Im alltäglichen Miteinander und somit auch in Beratung und Coaching.

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Von Glück und Zufriedenheit, von Erfüllung und Dankbarkeit.

Die Suche nach dem glücklichen Leben

Gönnen wir uns ein glückliches Leben! Diesem Mantra können wir vermeintlich nicht mehr ausweichen. In einer Gesellschaft, welche zu den stabilsten und wirtschaftlich erfolgreichsten der Welt gehört, ist die persönliche Glückserfüllung doch fast uneingeschränkt möglich.

Anscheinend sind wir aber sehr unglücklich. Die Bestsellerlisten sind regelmäßig mit mindestens drei Ratgebern für ein glückliches Leben angeführt. Jedes Jahr mehren sich die Studien, nach welchen besonders die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unglücklich in ihrem Beruf seien. Da die Arbeit für uns einen wesentlichen Stellenwert im Leben hat, müsste sich nach dem Prinzip der Work-Life-Balance unser Privatleben umso besser anfühlen müssen, damit viele Menschen nicht krank werden.

Seit vielen Jahren nimmt die Zahl der psychisch erkrankten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unentwegt zu. In Verbindung kann das damit stehen, dass sich nur noch 15-25 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihrem Beruf identifizieren können.

So mag sich wirklich ein düsteres Bild abzeichnen. Was ist mit uns los? Wir haben unzählige Ressourcen, uns ein glückliches Leben zu schaffen. Warum empfinden sich Menschen in ärmeren, weniger entwickelten Ländern oftmals glücklicher als wir?

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