Heimat

Heimat, was bedeutest du mir? Fremd bin ich nicht in dir.
Schauend auf dich, präge ich dich ein, prägst du mich.

Gefühl von Vertrauen, Gefühl von Geborgenheit, unendlicher Kraft,
ein Ort, ein Mensch, ein Ding, das mich umhüllt, umringt.

Heimat, meine Quelle, Ursprung allen meines,
lässt mich geschehen, zeigst mir, was ich besitze: Das ist deines!

Stets verschieden, für niemanden gleich, bist du ein besonderes Reich,
in welchem niemand herrscht, du beherrscht, Heimat für alle gleich.

Fremde, Weite, Unerreichbares – strebend danach, suchend, nicht wiederkehrend,
fremdelnd, Nähe suchend, Ungewolltes – erkannt, entrinnt, Heimat gedankt.

Heimat, meine Quelle, Ursprung allen meines,
lässt mich geschehen, schaust mich, was ich bin: Das ist reines!

Menschen, Räume, Erinnerungen, Bilder, Gerüche, individuelle Vielfalt,
ein Sog, ein Rausch, ein Hauch, ich bin es auch, Heimat einzig Unikat.

Will nicht weiter sein, ging fort, komme zurück, dir entrückt – nie genug.
Du für mich, Herz, Feuer, Träne rührend – Heimat, immer du mich trägst.

Heimat, meine Quelle, Ursprung allen seins,
rufst mich, schickst mich, hälst mich, ich weiß: ich bin deines!

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