Begleitung durch den Tag: Ein Gebet für den Morgen

Die Nacht endet. Die Sonne kündigt sich an. Der Tag beginnt. Ein neuer Tag voller wunderbarer Dinge, auf die wir uns freuen dürfen. Ein Tag mit Dingen, die wir uns vielleicht nicht unbedingt gewünscht haben, die aber bewältigt werden wollen. Ein neuer Tag voller Leben kündigt sich an.

Wir sind begleitet durch den Tag mit seinen Höhen und Tiefen. Ich möchte ein Gebet veröffentlichen, welches mir in diesen Tagen in den Sinn kam:

Herr, ein neuer Tag beginnt. Begleite mich, lass dich mich begleiten.
Herr, sei bei mir an diesem Tag, lass deine Gegenwart mich durchdringen.
Herr, segne meine Gedanken, damit ich deinem Wort folgen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich die Schönheit dieses Tages sehen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich dich in meinen Mitmenschen erkenne.
Herr, segne meine Ohren, damit ich deinem Wort lauschen kann.
Herr, segne meine Ohren, damit ich offen für meine Mitmenschen bin.
Herr, segne meinen Mund, damit ich dein Wort verkünden kann.
Herr, segne meinen Mund, damit meine Worte von deiner Botschaft getragen sind.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm deine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Mitmenschen aufnehmen kann.
Herr, segne meine Hände, damit ich dein Werk vollbringen kann.
Herr, segne meine Hände, damit mein Werk von deiner Botschaft getragen ist.
Herr, segne meine Füße, damit ich die Kraft deiner Schöpfung spüren kann.
Herr, segne meine Füße, damit ich bedacht meine Schritte gehe.
Herr, segne meine Füße, damit ich auf andere zugehen kann.
Begleite mich und alle, die mit mir verbunden sind, durch diesen von dir geschenkten Tag.

Amen.

Kerze Schein

Licht, das in Dunkel scheint,
leise Kraft, die Feuer entfacht, in Frieden eint.

Licht, das verdrängt, in Herzen dringt,
lodernde Kraft, Quelle, Schutz, der uns umringt.

Ein kleiner Funke, lässt uns hoffen,
Lichte Schein, strahlt in die Welt ungebrochen.

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Der Ansatz der sinn- und werteorientierten Lebensgestaltung

Was leitet uns Menschen im Leben? Für jeden von uns ist das höchst individuell, auch wenn einige Grundhaltungen uns allen gleich sind. Eine Möglichkeit, um eine Art „Philosophie für gelingendes Leben“ zu entwickeln, kann der Ansatz der sinn- und werteorientierten Lebensgestaltung sein.

 

Im Überblick

Empfindet der Mensch sein Erleben und Verhalten als zu sich passend, als kongruent zu seinen eigenen Ressourcen, Interessen und Motiven, ist ihm eine eigenverantwortliche und selbstwirksame Entwicklung möglich. Mit dem Ansatz der sinn- und werteorientierten Lebensgestaltung erhält jede Person die Möglichkeit, ihr Erleben und Verhalten zu reflektieren und Dinge, die als nicht passend oder inkongruent empfunden werden, hilfreich für sich zu gestalten. Daher sollte jedem Menschen eine für ihn sinn- und werteorientierte Lebensgestaltung zugänglich sein. Dazu sollte jede Person, als Experte in eigener Sache, Möglichkeit für Eigenverantwortung, Reflexion und Selbsterkenntnis erhalten, um zu wachsen, ihre Potenziale und Ressourcen zu entfalten und somit das Leben selbst sinn- und werteorientiert gestalten zu können. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Ressourcen für seine sinn- und werteorientierte Lebensgestaltung in jedem Menschen angelegt sind.

Die wesentlichen Grundlagen zu diesem Ansatz kommen aus der Humanistischen Psychologie, hier besonders der Entwicklung der personenzentrierten Sichtweise Carl Rogers’ und der Logotherapie nach Viktor Frankl.

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Reflektierte Sprache

 

Wer spricht? – Auf wen hören wir?

 

Wir leben in teils populistischen Zeiten, zumindest wenn wir viele gesellschaftliche wie politische Themen verfolgen. Da werden Inhalte verkürzt dargestellt, da werden Sachverhalte auf ein wirksames, weil nach Aufmerksamkeit heischendes, Minimum zugespitzt, da werden vermeintliche Gegner mit Argumenten aus dem Ring gedrängt, um den eigenen, nicht immer haltbaren Argumenten mehr Raum geben zu können.

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Sinnvolle Ästhetik: Sinnliche Erfahrungen deuten

Im alltäglichen Sprachgebrauch verwenden wir die Bezeichnungen, etwas sei „ästhetisch“ oder „schön“, zumeist synonym. Dabei beschreibt die „Ästhetik“ auch über lange Zeit hinweg die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit. Vor allem in der Natur und Kunst sprechen wir von Ästhetik, wenn wir etwas als schön und ansprechend empfinden.

Doch geht die originäre Bedeutung des Begriffes Ästhetik noch weiter. Aus dem Griechischen meint Ästhetik die Lehre von der Wahrnehmung und dem sinnlichen Anschauen. Mit unseren Sinnen nehmen wir unsere Umwelt wahr: Zumeist sehen, hören und riechen wir sie. Für ein tieferes empfinden können wir sie auch fühlen und schmecken. Wenn wir sie durch Berührung fühlen und Verkostung schmecken, so sind wir in unserer Wahrnehmung schon einen Schritt weiter: Wenn uns eine Speise durch Betrachtung und Geruch schon anspricht, so ist der Geschmack unsere letzte Prüfung, welche sie bestehen muss, bevor sie es würdig ist, in uns aufgenommen zu werden.

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Der sinnvolle Impuls, #1