Wofür Beratung und Coaching?

Veränderung und Entwicklung sind im Leben unser ständiger Begleiter. Unsere Umwelt verändert sich, wir uns mit ihr und durch sie. Wir Menschen sind keinesfalls statische Wesen.

Oft wird die Frage gestellt, welchen Nutzen Beratung und Coaching einer Person ermöglichen. Nun, im Grunde liegt hier schon der wesentliche Ansatz: Der Berater und/oder Coach unterstützt den Ratsuchenden, Klienten oder Coachee in seinem Anliegen. Dieses Anliegen muss der Ratsuchende selbst formulieren können. Möglicherweise ist es noch etwas unklar und im Erstgespräch mit dem Berater und Coach kann es unter verschiedenen Blickwinkeln konkretisiert werden. Vielleicht gibt es auch ein Anliegen hinter dem Anliegen, welches der Ratsuchende mit neutraler Unterstützung im Dialog erkennt. Zwar sind Beratung und Coaching in ihrer Profession etwas different, dem Berater und Coach kommt jedoch in beiden Formen eine Funktion als „Entscheidungshebamme“ zu: Er unterstützt durch Methoden, Wissen, Erfahrung und einem guten Gespür den Ratsuchenden in seinem Anliegen. So hilft er im Erstgespräch mit, den wesentlichen Auftrag zu entwickeln und begleitet den Ratsuchenden dann bis zur „Geburt“, dem Ende des Prozesses.

So wie wir uns in vielen Lebensbereichen Unterstützung suchen, können Beratung und Coaching bei Fragestellungen, Unklarheit oder Wünschen helfen. Es kann unterstützen, Ressourcen zu aktivieren, zu stärken oder zu ordnen, welche zur Lösung eines Anliegens notwendig und somit für unsere Entwicklung wesentlich sind.

Weiterlesen

Begleitung durch den Tag: Ein Gebet für den Morgen

Die Nacht endet. Die Sonne kündigt sich an. Der Tag beginnt. Ein neuer Tag voller wunderbarer Dinge, auf die wir uns freuen dürfen. Ein Tag mit Dingen, die wir uns vielleicht nicht unbedingt gewünscht haben, die aber bewältigt werden wollen. Ein neuer Tag voller Leben kündigt sich an.

Wir sind begleitet durch den Tag mit seinen Höhen und Tiefen. Ich möchte ein Gebet veröffentlichen, welches mir in diesen Tagen in den Sinn kam:

Herr, ein neuer Tag beginnt. Begleite mich, lass dich mich begleiten.
Herr, sei bei mir an diesem Tag, lass deine Gegenwart mich durchdringen.
Herr, segne meine Gedanken, damit ich deinem Wort folgen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich die Schönheit dieses Tages sehen kann.
Herr, segne meine Augen, damit ich dich in meinen Mitmenschen erkenne.
Herr, segne meine Ohren, damit ich deinem Wort lauschen kann.
Herr, segne meine Ohren, damit ich offen für meine Mitmenschen bin.
Herr, segne meinen Mund, damit ich dein Wort verkünden kann.
Herr, segne meinen Mund, damit meine Worte von deiner Botschaft getragen sind.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm deine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Gegenwart spüre.
Herr, segne mein Herz, damit ich in ihm meine Mitmenschen aufnehmen kann.
Herr, segne meine Hände, damit ich dein Werk vollbringen kann.
Herr, segne meine Hände, damit mein Werk von deiner Botschaft getragen ist.
Herr, segne meine Füße, damit ich die Kraft deiner Schöpfung spüren kann.
Herr, segne meine Füße, damit ich bedacht meine Schritte gehe.
Herr, segne meine Füße, damit ich auf andere zugehen kann.
Begleite mich und alle, die mit mir verbunden sind, durch diesen von dir geschenkten Tag.

Amen.

Relative Macht

Zum Thema Macht haben sicherlich viele Menschen ein ambivalentes Verhältnis, da ihr zunächst eine negative Deutung zukommt. Macht gilt oft als etwas Unheimliches oder etwas Anrüchiges.

So wird Macht oft gleichgesetzt mit der „Kraft des Stärkeren“, mit Macht im Hierarchieverständnis, in Unternehmen oder Staatsformen. Selbst in der Familie und im Freundeskreis treffen wir auf Machtverhältnisse: Wir sind konfrontiert mit Verhältnissen, die sich auf Stärke, Größe, Alter, Wissen, eine Funktion oder Status beziehen. Doch schauen wir bei uns selbst: Auch von uns geht Macht aus, an sich in jeder alltäglichen Interaktion.

 

„Der Mensch ist denselben Gesetzen unterworfen wie die Natur. Macht und Freiheit sind identisch.“
– Karl Marx

 

Um sich dem Thema „Macht“ zu nähern, kann Heinrich Popitz, ein deutscher Soziologe, weiterhelfen, welcher zu sozialen Normen, sozialen Rollen und Gewalt geforscht hat.

Weiterlesen

Wie der Mensch Wirklichkeit entwickelt: Gesellschaftlicher Konstruktivismus

Ihren Ursprung finden die Überlegungen zur „gesellschaftlichen Konstruktion“ bei Helmuth Plessner und Arnold Gehlen, deutsche Philosophen und Begründer der „Philosophischen Anthropologie“ – einer Schule, die sich mit dem Wesen der Menschen befasst. Sie kommt zur Erkenntnis, dass Menschen weltoffen sind, ihre Welt und sie selbst sind biologisch nicht festgelegt oder statisch. Im Vergleich zu Tieren bestimmt er über sein Handeln selbst und ist nicht geographisch gebunden. Der Mensch verfügt über einen Geist, ein Bewusstsein, welches sich aber immer wieder bestätigen muss. Der Mensch muss sich und seine Umwelt selbst sowie mit anderen Menschen, die Teil seiner Umwelt sind, deuten und erschaffen, „konstruieren“. Die daraus entstehenden Konstruktionen müssen ebenso wieder abgesichert werden.

Weiterlesen