Beiträge

Relative Macht

Zum Thema Macht haben sicherlich viele Menschen ein ambivalentes Verhältnis, da ihr zunächst eine negative Deutung zukommt. Macht gilt oft als etwas Unheimliches oder etwas Anrüchiges.

So wird Macht oft gleichgesetzt mit der „Kraft des Stärkeren“, mit Macht im Hierarchieverständnis, in Unternehmen oder Staatsformen. Selbst in der Familie und im Freundeskreis treffen wir auf Machtverhältnisse: Wir sind konfrontiert mit Verhältnissen, die sich auf Stärke, Größe, Alter, Wissen, eine Funktion oder Status beziehen. Doch schauen wir bei uns selbst: Auch von uns geht Macht aus, an sich in jeder alltäglichen Interaktion.

 

„Der Mensch ist denselben Gesetzen unterworfen wie die Natur. Macht und Freiheit sind identisch.“
– Karl Marx

 

Um sich dem Thema „Macht“ zu nähern, kann Heinrich Popitz, ein deutscher Soziologe, weiterhelfen, welcher zu sozialen Normen, sozialen Rollen und Gewalt geforscht hat.

Weiterlesen

Werte verbinden.

In den vielfältigen menschlichen Kulturen ist das Gewicht, welches dem Einzelnen, einer Gruppe, der Familie oder dem Staat beigemessen wird, sehr unterschiedlich. Zwischen den individualistischen, also den eher westlichen, und kollektivistischen Kulturen gibt es Unterschiede. Bei letzterer spielt bspw. der Wert der untersten sozialen Einheit, wie die Familie oder die engste Organisation, in welcher man arbeitet, eine größere Rolle als persönliche Entwicklung oder Verwirklichung. Bei individualistischen Kulturen begegnet uns ein umgekehrtes Bild: Der einzelne Mensch mit seinem Streben nach Selbstbestimmung steht im Mittelpunkt v. a. ökonomischer aber auch sozialer und politischer Bewegung.

In unserer (westlichen) Kultur sind diese individualistischen Werte stark ausgeprägt. Besonders durch die Aufklärung und den Überlegungen Kants, der Mensch solle sich seiner eigenen Mündigkeit bewusst werden, hat sich unsere Gesellschaft und Gemeinschaft entwickelt.

Weiterlesen

Stärken. Eine Sichtweise auf unsere Eigenschaften.

„Stärken“. „Schwächen“. Zwei Wörter, mit denen wir in unserer Kultur hier und da Schwierigkeiten haben.

In der Persönlichkeitsentwicklung gibt es den Satz: „Stärken stärken und Schwächen schwächen“ oder „Schwächen in Stärken verwandeln“. Auch bekannt ist diese Situation: Das klassische Bewerbungsgespräch mit der Bitte des Personalers an den Bewerber, seine drei Stärken und drei Schwächen aufzuzählen. Sicherlicht für die meisten Menschen eine schwierige Frage. Kann doch jede Antwort falsch sein. Und denken wir doch erst an den Alltag: Wer von seinen Stärken erzählt, mag schnell egoistisch oder arrogant wirken. Wer von seinen Schwächen berichtet, vermag voreilig als schwach eingeschätzt werden. Welcher Weg ist hilfreich? Wie verhalten wir uns denn mit Stärken?

Weiterlesen