Freiheit

Welche Werte sind uns gemein? Eine Antwort auf diese Frage hat besonders Shalom Schwartz, ein israelischer Soziologe, geprägt. Er hat Werte definiert, die uns allen gleich sind, in ihrer Gewichtung aber unterschiedlich ausfallen. Er hat zehn Wertekategorien erarbeitet:

  • Selbstausrichtung: Das unabhängiges Denken und Handeln einer Person
  • Stimulation: Das Streben nach Abwechslung, Vielfalt und Aktivierung der Sinne
  • Hedonismus: Die Freude an positiven, nachhaltigen Sinneserfahrungen
  • Erfolg: Der persönliche Erfolg, den man durch Selbstwirksamkeit erfährt
  • Macht: Der eigene soziale Status und dadurch verfügbare Macht
  • Sicherheit: Die Stabilität des sozialen Umfeldes und Beziehungen
  • Konformität: Das Streben, nach einem sozialen Rahmen zu handeln
  • Tradition: Die Verpflichtung, kulturelle und gesellschaftliche Rituale zu pflegen und Identität zu wahren
  • Güte: Das Wohlergehen anderer fördern, altruistisch handeln
  • Universalismus: Respekt und Toleranz gegenüber anderen Menschen und der Natur

In modernden, insbesondere demokratischen Gesellschaften gilt Freiheit als hoher Wert und als eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten 100 Jahre. Wo findet sich die Freiheit in den von Schwartz definierten Werten?

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Solidarität

„Solidarität“ meint ein Verbundensein, einen Zusammenhalt untereinander, um gleiche Ziele oder Werte zu verfolgen. Dabei zeichnet sie sich insbesondere durch aktive gegenseitige Untersützung aus.

 

„Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müßte, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.“
– Seneca

 

Solidarität ist dabei doch subjektiv. Eine horizontale Solidarität sehen wir in einer Gruppe von Menschen auf gleicher Ebene. Diese wurde bspw. in der Arbeitnehmerbewergung der Industrialisierung gelebt und mündete in die Grundprinzipien der Gewerkschaften. Auch politische Parteien sind eine Form der horizontalen Solidarität, wenn sie homogene Wählergruppen bedienen oder hauptsächlich Interessen von Menschen vertreten, deren Anschauung und Ziel wenig different sind.

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Ich bin okay, du bist okay

Eric Berne hat mit der Transaktionsanalyse (TA) ein Instrument geschaffen, welches es uns auf einfache Art ermöglicht, uns und andere und uns in Interaktion mit anderen besser zu verstehen. Eine auf gleicher Ebene stattfindende Interaktion, auf „Augenhöhe“, folgt der Prämisse „Ich bin okay, du bist okay“. Ein Gefälle kann mit den verschiedenen Zuständen der TA gut dargestellt werden.

 

Einerseits lassen sich mit ihr als Persönlichkeitskonzept die inneren Prozesse eines Menschen verstehen, andererseits als Gruppenkonzept die Interaktionsprozesse unter Gruppenmitgliedern beschreiben. So wie in uns verschiedene Prozesse ablaufen, so spiegeln sich diese inneren Verfahren ebenso im Kontext mit anderen wieder, sie werden sozusagen nach außen getragen und am Du sichtbar. Diese inneren wie äußeren Interaktions- und Kommunikationsprozesse werden Transaktionen genannt.

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Polaritäten

Gut und böse, hell und dunkel, alt und neu, Feuer und Eis, Jung und Alt, nah und fern, Leben und Tod. Die Welt ist eine Welt der Polaritäten. Natürlich: Es braucht Gegensätze. Das eine kann nicht ohne das andere existieren, jede Beschreibung braucht auch eine Gegenseite.

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