Freiheit

Welche Werte sind uns gemein? Eine Antwort auf diese Frage hat besonders Shalom Schwartz, ein israelischer Soziologe, geprägt. Er hat Werte definiert, die uns allen gleich sind, in ihrer Gewichtung aber unterschiedlich ausfallen. Er hat zehn Wertekategorien erarbeitet:

  • Selbstausrichtung: Das unabhängiges Denken und Handeln einer Person
  • Stimulation: Das Streben nach Abwechslung, Vielfalt und Aktivierung der Sinne
  • Hedonismus: Die Freude an positiven, nachhaltigen Sinneserfahrungen
  • Erfolg: Der persönliche Erfolg, den man durch Selbstwirksamkeit erfährt
  • Macht: Der eigene soziale Status und dadurch verfügbare Macht
  • Sicherheit: Die Stabilität des sozialen Umfeldes und Beziehungen
  • Konformität: Das Streben, nach einem sozialen Rahmen zu handeln
  • Tradition: Die Verpflichtung, kulturelle und gesellschaftliche Rituale zu pflegen und Identität zu wahren
  • Güte: Das Wohlergehen anderer fördern, altruistisch handeln
  • Universalismus: Respekt und Toleranz gegenüber anderen Menschen und der Natur

In modernden, insbesondere demokratischen Gesellschaften gilt Freiheit als hoher Wert und als eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten 100 Jahre. Wo findet sich die Freiheit in den von Schwartz definierten Werten?

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Relative Macht

Zum Thema Macht haben sicherlich viele Menschen ein ambivalentes Verhältnis, da ihr zunächst eine negative Deutung zukommt. Macht gilt oft als etwas Unheimliches oder etwas Anrüchiges.

So wird Macht oft gleichgesetzt mit der „Kraft des Stärkeren“, mit Macht im Hierarchieverständnis, in Unternehmen oder Staatsformen. Selbst in der Familie und im Freundeskreis treffen wir auf Machtverhältnisse: Wir sind konfrontiert mit Verhältnissen, die sich auf Stärke, Größe, Alter, Wissen, eine Funktion oder Status beziehen. Doch schauen wir bei uns selbst: Auch von uns geht Macht aus, an sich in jeder alltäglichen Interaktion.

 

„Der Mensch ist denselben Gesetzen unterworfen wie die Natur. Macht und Freiheit sind identisch.“
– Karl Marx

 

Um sich dem Thema „Macht“ zu nähern, kann Heinrich Popitz, ein deutscher Soziologe, weiterhelfen, welcher zu sozialen Normen, sozialen Rollen und Gewalt geforscht hat.

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Ist individuell „gutes Leben“ vergleichbar?

Was ist ein qualitativ gutes Leben? Jeder Mensch würde eine solche an ihn gerichtete Frage unterschiedlich beantworten, an unterschiedlichen Kriterien festmachen und diese auch unterschiedlich gewichten: Wir alle bewerten unser Leben aus persönlichen Erfahrungen, unserer Einstellung und Empfindung darüber.

Und so ist eine Antwort auf diese Frage auch eines: höchst individuell. Doch wie lässt sich diese Frage mit ihren Antworten skalierbar oder vergleichbar machen? Eine Möglichkeit mögen dabei die Lebensbereiche sein, welche im Ansatz der sinn- und werteorientierten Lebensgestaltung eine zentrale Rolle spielen.

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Entscheidungen

Wie viele Entscheidungen treffen wir am Tag? Es sind einige Tausend. Wir treffen Entscheidungen emotional, rational oder zufällig. Die meisten treffen wir automatisch, unbewusst. Nur wenige unserer eigentlichen Entscheidungen bedürfen einem Prozess, der uns bewusst beschäftigt.

Viele Entscheidungen fallen uns leicht, wenn wir bewusst abzuwägen haben. Über einige müssen wir nicht lange nachdenken, wenn unser Gehirn eine Entscheidung „für uns“ innerhalb kürzester Zeit fällt. Dazu greift es auf gelernte Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück: Welche Strecke wähle ich, um zu einem bestimmten Ort zu kommen? Welche Dinge benötige ich, wenn ich frühstücken möchte?

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Werte verbinden.

In den vielfältigen menschlichen Kulturen ist das Gewicht, welches dem Einzelnen, einer Gruppe, der Familie oder dem Staat beigemessen wird, sehr unterschiedlich. Zwischen den individualistischen, also den eher westlichen, und kollektivistischen Kulturen gibt es Unterschiede. Bei letzterer spielt bspw. der Wert der untersten sozialen Einheit, wie die Familie oder die engste Organisation, in welcher man arbeitet, eine größere Rolle als persönliche Entwicklung oder Verwirklichung. Bei individualistischen Kulturen begegnet uns ein umgekehrtes Bild: Der einzelne Mensch mit seinem Streben nach Selbstbestimmung steht im Mittelpunkt v. a. ökonomischer aber auch sozialer und politischer Bewegung.

In unserer (westlichen) Kultur sind diese individualistischen Werte stark ausgeprägt. Besonders durch die Aufklärung und den Überlegungen Kants, der Mensch solle sich seiner eigenen Mündigkeit bewusst werden, hat sich unsere Gesellschaft und Gemeinschaft entwickelt.

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Von Glück und Zufriedenheit, von Erfüllung und Dankbarkeit.

Die Suche nach dem glücklichen Leben

Gönnen wir uns ein glückliches Leben! Diesem Mantra können wir vermeintlich nicht mehr ausweichen. In einer Gesellschaft, welche zu den stabilsten und wirtschaftlich erfolgreichsten der Welt gehört, ist die persönliche Glückserfüllung doch fast uneingeschränkt möglich.

Anscheinend sind wir aber sehr unglücklich. Die Bestsellerlisten sind regelmäßig mit mindestens drei Ratgebern für ein glückliches Leben angeführt. Jedes Jahr mehren sich die Studien, nach welchen besonders die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unglücklich in ihrem Beruf seien. Da die Arbeit für uns einen wesentlichen Stellenwert im Leben hat, müsste sich nach dem Prinzip der Work-Life-Balance unser Privatleben umso besser anfühlen müssen, damit viele Menschen nicht krank werden.

Seit vielen Jahren nimmt die Zahl der psychisch erkrankten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unentwegt zu. In Verbindung kann das damit stehen, dass sich nur noch 15-25 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihrem Beruf identifizieren können.

So mag sich wirklich ein düsteres Bild abzeichnen. Was ist mit uns los? Wir haben unzählige Ressourcen, uns ein glückliches Leben zu schaffen. Warum empfinden sich Menschen in ärmeren, weniger entwickelten Ländern oftmals glücklicher als wir?

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